Wir machen im Jahr in der Regel 10 Sanitätsdienste, wobei jeder dieser Dienste mit mindestens zwei Sanitätern/innen besetzt sein muss. Die Anzahl der Hilfskräfte, sowie die jeweiligen Ausbildungen werden vom "Maurer Algorithmus" vorgegeben, d. h. der jeweilige Einsatzleiter bzw. Planer des Sanitätsdienstes kann an Hand dieser Richtlinien bestimmen wie viel Personal eingesetzt werden muss.

Sanitätsdienste machen wir z. B. bei größeren Veranstaltungen, sportlichen Ereignissen oder auch zur Unterstützung anderer DRK Bereitschaften. Derzeit sind 17 Personen neben der entsprechenden Ausbildung mit Kleidung und Material ausgestattet, um im Winter und Sommer Sanitätsdienste durchzuführen, weitere 5 Personen sind zusätzlich für den Sanitätsdienst im Sommer gerüstet.

In unserer Bereitschaft gibt es außerdem speziell ausgebildetes Personal, um einen Sanitätsdienst in einer Stärke von maximal 15 Hilfskräften zu führen. Dies bedeutet, die Bereitschaft Reihen kann ohne Schwierigkeiten Sanitätsdienste der Stufe II alleine bewältigen. Für größere Ereignisse müssen wir Unterstützung von anderen Bereitschaften organisieren, wie bereits oben genannt.

Selbstverständlich kostet die Ausbildung unserer Sanitätskräfte, sowie das Material eine Menge Geld, sodass wir gezwungen sind für unsere Dienstleistungen eine entsprechende Aufwandsentschädigung zu verlangen. Die aktuelle Tarifliste finden Sie hier.

 

Übersicht der Sanitätsdienste:

Sanitätswachdienst Stufe I

Kleiner Sanitätswachdienst (ohne KTW/RTW) mit geringem Gefährdungspotential für die Teilnehmer.

Beispiel:
Theaterdienst
Kleines Vereinsfest
Kleine Sportveranstaltungen/Sportfeste u.s.w.

Leistungsumfang:

Personal:
mind. 2 Einsatzkräfte

Material: (Grundausstattung)
Sanitätsmaterial (in Anlehnung an DIN 13155)
Krankentrage
Sauerstoff/Kältepack
Frühdefibrillator/Halbautomat (AED)

Die Einsatzkräfte leiten bei einem Notfall alle erforderlichen sanitätsdienstlichen Maßnahmen (einschließlich Reanimation und ggf. Frühdefbrillation) ein, veranlassen einen Notruf und übergeben den Patienten an den Notarzt/Rettungsdienst.

Sanitätswachdienst Stufe II

Mittlerer Sanitätswachdienst, mit geringem bis mäßigem Gefährdungspotential für die Teilnehmer.

Beispiele:
Mittlere Sportveranstaltungen/Sportfeste/kleine Umzüge
Mittlere Stadt- oder Vereinsfeste u.s.w.

Leistungsumfang:

Personal:
Berechnung der Einsatzkräfte auf der Grundlage allgemein anerkannter Erkenntnisse, wie z.B. des "Maurer - Algorithmus".

Material:
Grundausstattung (siehe Stufe I)
Erweiterte Ausstattung nach Art der Veranstaltung (z.B. Notfallarztkoffer, besondere Rettungsgeräte)
Fahrzeuge (i.d.R. als Behandlungsraum, nicht zum Patiententransport)

Aufgaben:

Die Einsatzkräfte leiten bei einem Notfall alle erforderliche sanitätsdienstlichen Maßnahmen (einschließlich Reanimation und ggf. Frühdefbrillation) ein. Sie veranlassen einen Notruf und übergeben den Patienten an den Rettungsdienst. Patienten werden nur nach Rücksprache mit der Rettungsleitstelle transportiert.

Sanitätswachdienst Stufe III

Größerer Sanitätswachdienst und eventuell Rettungsdienst mit erhöhtem Gefährdungspotential für die Teilnehmer.

Beispiele:
Größere Sportveranstaltungen/Sportfeste/Stadionwachen
Größere Stadt- oder Vereinsfeste
Motorsportveranstaltungen u.s.w.

Leistungsumfang:

Personal:
Berechnung der Einsatzkräfte auf der Grundlage allgemein anerkannter Erkenntnisse, wie z.B. des "Maurer - Algorithmus".
Eventuell Notarzt/Notärzte

Material:
Grundausstattung (siehe Stufe I)
Erweiterte Ausstattung nach Art der Veranstaltung (z.B. Notfallarztkoffer, besondere Rettungsgeräte)
Fahrzeuge (i.d.R. als Behandlungsraum, nicht zum Patiententransport)

Aufgaben:

Die Einsatzkräfte führen bei einem Notfall alle erforderlichen sanitätsdienstlichen (eventuell auch rettungsdienstlichen/ärztlichen) Maßnahmen durch. Bereiten den Transport vor und übergeben den Patienten an den Rettungsdienst. Patienten werden nur nach Rücksprache mit der Rettungsleitstelle transportiert. In Verbindung mit dem „Maurer Algorithmus“, nach dem sich die Zahl der einzusetzenden Kräfte, Fahrzeuge und Fahrzeugbesatzungen ergibt, entspricht diese Darstellung dem gegenwärtig in Deutschland zu Grunde liegenden Standard. Einzubeziehen und zu berücksichtigen sind in jedem Fall die Erfahrungen bei entsprechenden Veranstaltungen in der Vergangenheit.